Bundesrepublik Deutschland
Wettbewerb für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal | Berlin 2009
raumHOCH konzipierte mit seinem Entwurf für das “Denkmal 2.0” einen Beitrag zu dem offenen Wettbewerb für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin. Das Denkmal stellt das Zusammenspiel von Freiheit und Einheit, Individuum und Gesellschaft sowie Geschichte und Zukunft dar. Es ist eine mediale Installation, die auf vergangene, aktuelle und zukünftige Ereignisse reagieren kann. Es soll den Willen stärken, die Zukunft aktiv mitzugestalten! Jeder kann und soll hierzu seinen Teil beitragen, was durch die Hand als Symbol für demokratische Mitbestimmung versinnbildlicht wird.
Auf beiden Seiten des 12m breiten und 36m hohen Denkmals existiert ein bildgebendes System bestehend aus 64x192 Pixeln. Diese Pixel werden aus vertikal rotierenden Händen gebildet. 12.288 unterschiedliche Hände werden aus Edelstahl nach den Umrissen der Hände von 12.288 Bürgern und Bürgerinnen der Bundesrepublik erstellt. Eine Seite jeder Hand besitzt eine helle, metallische Oberfläche, die andere ist schwarz, so dass eine Hand über die vertikale Drehung ein helles oder ein dunkles Pixel darstellt.
Die Bespielung kann sowohl aus typografischen und grafischen Sequenzen bestehen, welche die Geschichte der Freiheit und Einheit Deutschlands aufzeigen aber auch aktuelle Themen aufgreifen. Über eine Webseite kann man aktiv an der Bespielung partizipieren, indem man seine Meinung äußert, Ideen formuliert und seine Haltung darlegt. Nach dem Mehrheitsprinzip über Abstimmungsprozesse werden diese Beiträge sortiert und somit Teil der Bespielung des Denkmals werden.
Das Konzept “Denkmal 2.0” von raumHOCH war unter den besten zehn von über 500 eingereichten Entwürfen.