Bundesrepublik Deutschland

Dauerhafte Zwischenlösung für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal | Initiativkonzept

Drei Wettbewerbe - Kein Einheitsdenkmal:
Konzept für eine dauerhafte Zwischenlösung

Exakt fünf Jahre nach Wettbewerbsgewinn und erfolgreicher Genehmigungsplanung wurde die Realisierung des Entwurfs für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal von Milla & Partner/Sasha Waltz durch den Haushaltsausschuss (sic!) des Deutschen Bundestags wegen angeblicher Kostensteigerungen von 10 auf 15 Mio € gestoppt. Damit sind seit 2009 in Berlin und Leipzig drei Wettbewerbe gescheitert. Architekten, Künstler und Agenturen hatten insgesamt 598 Entwürfe erarbeitet - darunter auch eine Einreichung von raumHOCH. Legt man pro Entwurf durchschnittliche Kosten von 20.000 € zugrunde (konservativ gerechnet), sind auf Seiten der Kreativen rund von 12 Mio € aufgewendet worden. Rechnet man die bisher angefallenen Planungs- und Verwaltungskosten hinzu, wurden in drei gescheiterten Wettbewerben volkswirtschaftlich betrachtet Kosten von mehr als 15 Mio € verursacht.

Nun wird ein weiterer Wettbewerb in Aussicht gestellt. Da davon auszugehen ist, dass auch der oder die kommenden Wettbewerbe über kurz oder lang eingestellt werden, hat raumHOCH nun ein Konzept entwickelt, welches zeitnah die Realisierung einer dauerhaften Zwischenlösung für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal ermöglicht. Das temporäre Denkmal setzt sich aus 1:100-Modellen aller bisher geschaffenen Entwürfe zusammen und bildet damit 598 unterschiedliche Aspekte der Friedlichen Revolution und Deutschen Einheit ab – konsequent dem Grundprinzip der pluralistischen Demokratie folgend, für die Millionen DDR-Bürger 1989 auf die Straße gegangen sind.

raumHOCH stellt Idee und Entwurf kostenfrei zur Verfügung, so dass das Interims-Denkmal zu Kosten von unter 1 Mio € innerhalb eines Jahres realisiert werden kann - mithin noch vor Eröffnung des Berliner Stadtschlosses und Flughafens. Das Konzept beinhaltet zudem nahezu unendliche Erweiterungsmöglichkeiten für alle Entwürfe der noch kommenden, ergebnislosen Wettbewerbe. Als Standort der dauerhaften Zwischenlösung wird der bisher vorgesehene Sockel des ehemaligen Nationaldenkmals für Kaiser Wilhelm I. empfohlen, da Fledermäuse und Mosaik bereits erfolgreich umgesiedelt wurden. Andere oder weitere Standorte wie Leipzig sind kostenneutral realisierbar.

Leistungen: Konzept, Entwurf
Bildrechte: raumHOCH