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Du warst einige Jahre Assistent von Tobias Rehberger und machst eigen[-]ständige Kunst[-]projekte. 

Was unterscheidet Kunst- von Kommunikations[-]projekten?

Aus meiner eigenen Perspektive gesehen gilt, dass ich bei künstlerischer Arbeit für mein Tun niemandem zwangsläufig Rechen[-]schaft schuldig bin. Das ermöglicht einen viel breiteren experimentellen Rahmen, Versuch und Studie stehen hier im Vorder[-]grund. Allgemein gilt wohl, dass man sich als Künstler eine zu bearbeitende Problem[-]stellung und einen zu trans[-]portierenden Inhalt selber sucht. Man ist als Autor in gewissem Maße autonom und eigenverantwortlich in der Pflicht.
Auftragsarbeiten – wie etwa Kommunikations[-]projekte – tragen eine konkret zu lösende Aufgabe an einen Kreativen heran, was wiederum einen ganz eigenen Reiz durch den hieraus entstehenden Leistungs[-]druck hat. Denn das Ergebnis muss funktionieren und den Inhalt unmiss[-]verständlich kommunizieren. Sonst wäre es wohl keine gute Arbeit. Kunst hingegen kann auch dann gut sein, wenn sie mit einer offenen, unbeantworteten Frage[-]stellung endet.