Fraunhofer IMWS

Antifouling-Lack Exponat auf der MS Wissenschaft

Das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS hat einen auf Wasserelektrolyse basierenden Speziallack entwickelt, um den Bewuchs am Unterwasserrumpf von Schiffen ohne den Einsatz von Giftstoffen zu verhindern. Denn das sog. Biofouling durch Meerestiere wie Algen, Krebse und Muscheln erhöht den Treibstoffverbrauch und damit die Emissionen von Schiffen massiv. Da „Meere und Ozeane“ das Schwerpunktthema der diesjährigen Ausstellung des schwimmenden Science Centers „MS Wissenschaft“ ist, lag es nahe, diese ressourcen- und umweltschonende Innovation der Fraunhofer-Gesellschaft in die Ausstellung aufzunehmen.
raumHOCH entwickelte dazu eine Exponate-Insel, die aus einem großen Aquarium, einer interaktiven Medienanwendung und drei überlebensgroßen Modellen exemplarischer Meerestiere besteht. Im Aquarium können die Besucher den Wirkungsgrad des Antifouling-Lacks an drei unterschiedlich beschichteten Stahlschwertern erkennen, die entsprechend stark bis überhaupt nicht von Meerestieren bewachsen sind. In einer interaktiven Touchanwendung erfahren die kleinen und großen Ausstellungsbesucher Hintergrundinformationen zu Ursachen und Auswirkungen des Biofouling sowie zur Wirkungsweise des Speziallacks. Beeindruckende, überdimensionale Modelle eines Flohkrebses, Röhrenwurms und Seepocke bilden dazu den Hintergrund.
Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierte MS Wissenschaft wird in 2016 und 2017 in vielen deutschen Binnenhäfen Station machen.

Leistungen: Konzeption, Entwurf, Produktion, Programmierung
Bildrechte: raumHOCH