Georgi Musev_02 (copy)

Was ist dein schönster Gedanke oder Erinnerung zu deinem Lieblingseis?

Ganz am Anfang von raumHOCH, als wir die Eis-Ess-Tradition begründeten, stellte ich – zu meinem Erstaunen – fest: Ich bin nicht der Einzige, der Vanilleeis liebt. Lutz outete sich damals als der 'Vanilletyp' und seitdem sage ich auch immer: 'Ich bin der Vanilletyp.'

 

Du kommst ursprünglich aus Bulgarien, lebst aber seit mehr als 20 Jahren in Berlin. Was magst Du an der Stadt?

Berlin ist sehr vielfältig und nach wie vor sehr rough. Die Stadt ist immer noch nicht kaputtsaniert und es gibt viele Möglichkeitsräume. Eine Zeitlang habe ich darüber nachgedacht, nach Zürich umzuziehen. Aber dann habe ich gemerkt, wie mir die weiten Räume, die Baulücken und die breiten Straßen von Berlin fehlen würden. Außerdem sind meine zwei erwachsenen Kinder echte Berliner und ich bin es mittlerweile auch. Ich habe mich hier immer dazugehörig gefühlt, nie als Ausländer.

 

Was wolltest Du werden, als Du Kind warst? Und warum liegt der Plan – um beim Thema zu bleiben – auf Eis?

Ich hatte zwei Träume, wollte Dirigent und Schreiner werden. Für mich hätte das gut zusammengepasst, tagsüber hätte ich Möbel gebaut und abends den Taktstock geschwungen. Aber dann habe ich gemerkt, dass ich unglaublich unmusikalisch bin. Mit Tischlern durfte ich als Architekt immer wieder Gezeichnetes in Reales umsetzen, das war immer besonders schön. Daneben baue ich für mich selbst Möbel, ein bisschen von dem Traum ist also auch wahr geworden.