Helmut_Ness_Interview

Was macht Kommunikation im Raum zu richtig guter Kommunikation im Raum?
Wenn die Kommunikationsabsicht zum Erlebnis wird. Die Kommunikationsabsicht muss direkt vermittelt werden – und zwar als Erlebnis, das begeistert und in Erinnerung verbleibt. Das kann spielerisch, flanierend oder auch mal direkt, sachlich und effizient sein. Richtig gute Kommunikation im Raum muss mich optimal dabei unterstützen, die Thematik und den Sinn des Raumes zu begreifen, in einem Raum, in dem ich mich wohl fühle und mich gern aufhalte. Ein Erlebnis kann es dann für mich werden, wenn die reine architektonische Raumlösung effizient und mit hoher qualitativer Schönheit berührt. Als ganzheitlicher Botschafter einer Kommunikationsabsicht im Einklang mit grafischer, objektbezogener, digitaler Bespielung.

Fuenfwerken und raumHOCH: Sicher, das perfekte Team! Nur: Für welche Aufgabe?
Wir sind ja gerade gemeinsam mit einem Projekt für die Schweizer Clariant beschäftigt und ich glaube, da kommen unsere Fähigkeiten optimal zusammen. Es geht uns allen darum, gute Geschichten zu erzählen, ästhetisch ansprechend gestaltet und schön erlebbar. Mir gefällt, dass wir zusammen dafür mit diversen Möglichkeiten spielen können, im analogen wie im virtuellen Raum. Ich glaube, wir sind als Team besonders stark darin, die Übergänge zwischen analoger und virtueller Realität fließend und wirklich elegant zu gestalten.

Was tust Du, um die Welt ein bisschen besser zu machen?
Dazu muss ich ein bisschen ausholen: Ich erlebe gerade sehr stark, wie sich meine drei Kinder entwickeln, wie sie ihren Platz in der Welt suchen. Ich habe durch meine Kinder gelernt, mich selbst nicht so wichtig zu nehmen und mehr Empathie aufzubauen. Und diese Beobachtungen trage ich dann auch ins Büro. Deshalb versuche ich, für den Alltag im Büro einen Rahmen zu gestalten, der ein Maximum an Kreativität zulässt. Wenn jeder dieses auf Empathie orientierte Handeln mitbringt – ich glaube, das macht unsere Welt besser. Aber, es ist wie immer: Man kann nur bei sich selbst anfangen. Der Alltag macht es jedoch oft zur Herausforderung, Sinn stiftend Ziele heraus zu filtern und sich darauf zu fokussieren. Eine zweite Erkenntnis für mich ist, dass wir durch Teilen von Erfahrungen und Erkenntnissen nichts verlieren, sondern sogar etwas additiv dazu bekommen. Das motiviert.