holtz_heilig

Und was macht Ihr, wenn Ihr mal in Rente seid? Musik – oder?
Holtz:
Ich wüsste keine andere Antwort.
Heilig: Also genau wie jetzt, aber mit Anzügen.
Holtz: … vielleicht wächst mir bis dahin noch ein ordentlicher Bart.

Welches Buch würdet Ihr nie weggeben?
Heilig: Per Anhalter durch die Galaxis.
Holtz: Ja, das find ich auch ganz gut. Aber mein Favorit ist „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ von Berger und Luckmann. Es ist das Buch, das ich am häufigsten gelesen habe und daraus resultiert mein Weltbild. Ja, irgendwie so seh ich die Welt. 

Welches Bildungserlebnis ist Euch in Erinnerung geblieben?
Heilig: Ende der neunziger Jahre habe ich bei Colin Moock das erste Mal eine rekursive Funktion gesehen. Das hat mich komplett überrascht und ich dachte: ”ich muss Informatik studieren”. Ich merkte nach vier Jahren, dass ich nur die Rekursion so überraschend fand, den Rest aber nicht. Also hab ich kurz vor dem Abschluss wieder aufgehört. 
Holtz: Ich bilde mich gerne, deshalb hab ich kein so singuläres Ereignis, das ich hier nennen könnte. Ich schätze Bücher, denn sie erklären mir die Welt, wie man sie sich selber nicht erklären kann. Ich bin kein Erfahrer, sondern ich lese lieber ein Buch und mache dann erst meine Erfahrungen.