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Welche Erinnerung verbindest Du mit Deinem Lieblings-Eis?
Direkt nach meiner Diplomübergabe, das war 1995, bin ich mit fünf Freunden von Nancy aus über Nacht im Bus nach Venedig gefahren. Wir wollten etwas erleben, uns belohnen und haben die Stadt genossen. Konkret waren wir jeden Tag an einer unscheinbaren Gelateria nähe San Michele und haben dort jedes Mal jeder drei Kugeln Meloneneis gekauft.

Was magst Du an Deinem Wohnort Grenzach-Wyhlen?
Das hier ist ein guter Ort, sowohl fürs Berufliche als auch fürs Private: Ich habe einige Auftraggeber in der Schweiz und im süddeutschen Raum; meine Frau arbeitet in der Pharmabranche in Basel. Wie schön haben wir es hier oben auf dem Rührberg: Ich kann bei offenem Fenster schlafen und höre nur den Wald. Die politische Gemeinde spielte bei der Wahl des Wohnorts keine Rolle, vielmehr das kleine Haus und seine Lage in einem Dörfchen.

Obwohl Du Franzose bist und aus Nancy stammst, arbeitest Du hauptsächlich im deutschen Sprachraum. Wie kommt das?
Wenn man in der Kreativbranche einmal angefangen hat, in einer bestimmten Sprache aktiv zu sein, dann bleibt es irgendwie dabei. Es gibt es da starke Sprachgrenzen. In Frankreich sind es andere Akteure, die das Bild bestimmen als hierzulande. Durchlässigkeiten gibt es selten, obwohl ich in der Schweiz auch für Auftraggeber aus der Romandie gearbeitet habe – wo man sich sonst eher in Richtung Paris orientiert. In der Technik-Branche läuft das anders; da passiert ohnehin viel auf Englisch und Sprachgrenzen spielen eine deutlich kleinere Rolle.