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Welche Erinnerung verbindest Du mit Deinem Lieblingseis?
Ich habe meine ganze Jugend in einer Eisdiele auf dem Land verbracht, um mein Taschengeld aufzubessern. Dabei habe ich kiloweise Amarena-Kirschen geschaufelt. Die riesige, alte, hellblaue Sahnemaschine hat immer den perfekten Abschluss auf den fetten Eisbechern gegeben. Wenn ich einen Gast besonders mochte, gab's auch einen „Schlag“ mehr (lacht!).

Wo bist Du aufgewachsen? Und was mochtest Du daran?
Auf dem Land, in der Nähe von Hannover. Wir hatten da eine tolle, wirklich eingeschworene Jugendclique und sind zusammen jedes Wochenende auf sämtliche Metallkonzerte in der Region gefahren, meistens im weißen Fiesta von Macho, einem der Jungs. Voll beklebt mit Aufklebern und scheppernder Bierkiste – und nie sicher, ob der Tank reicht.

Und was magst Du an Berlin?
Irgendwie hat man alles immer in unmittelbarer Nähe verfügbar, ich kann alles mit dem Fahrrad erreichen. Und es gibt hier viele Gleichgesinnte, sei es nun Kooperationspartner für berufliche Projekte oder auch Gesprächspartner fürs Private. Es gibt hier viele Menschen mit dem gleichen Horizont. Dabei fühle ich mich vor allem in dem Haus, in dem ich mit meinem Mann und den Kindern wohne, total daheim, das ist ein echter Dorfersatz, eine Spitzengemeinschaft. Insgesamt wohnen dort mittlerweile 14 Kinder mit ihren Familien – als wir einzogen, war dort kein einziges Kind.