Lukas Hartmann_02-1

Was magst Du an Berlin?

Ich bin in Nordenham an der Wesermündung aufgewachsen und vor über zehn Jahren nach Berlin gekommen. Die Stadt bedeutet für mich einfach Vielfalt. Wenn ich dagegen mal in meine Heimat zurückfahre, erscheint mir alles wie eine Geisterstadt. Nur New York wäre für mich noch lebendiger als Berlin. Aber hier wie dort passiert 24 Stunden am Tag was. Und mit dieser Lebendigkeit fühle ich mich wohl.

 

Was wolltest Du werden, als Du Kind warst? Und warum liegt der Plan – um beim Thema zu bleiben – auf Eis?

Bankdirektor. Als ich das erste Mal in einer Bank war, sah ich die vielen Geldscheine und dachte: Das muss toll sein, soviel Geld in der Hand halten und verwalten. Ich mag das Haptische und bin deswegen einer der wenigen, die noch ein Handy mit Tastatur nutzen. Dass nix aus der Bankkarriere wurde, liegt an dem gebrauchten Computer, den ich mit sechs oder sieben Jahren geschenkt bekam. Ich entdeckte schnell, wieviel Potential diese Maschinen haben und wie sie die Welt beeinflussen. Informatik hab ich dann aber doch nur zwei Monate studiert, weil mir die Kultur in diesem Studiengang nicht zusagte. An der UdK fühlte ich mich viel wohler, der Geist ist dort freier. Und Programmieren kann man sich auch selbst beibringen, wenn man die entsprechenden Bücher liest.