mudar_dabbous

Und was machst Du, wenn Du mal in Rente bist?
Mudar: Ich würde gern als eine Art Diplomat zwischen verschiedenen Positionen vermitteln. Oder ich male noch mehr als heute. Letzteres ist vielleicht einfacher.
Erkan: Ich werde durcharbeiten. Man darf das nicht als Spruch eines Workaholics verstehen. Ich will meine Maschine nicht plötzlich komplett runterfahren, solange mir mein Körper das Tätigsein erlaubt. Aber gut, das sag' ich jetzt, mal schauen, wie ich in 15 Jahren dazu stehe. Wir können dann ja bei einem Eis nochmal drüber reden.

 

Was tut Ihr, um die Welt ein bisschen besser zu machen?
Mudar: Ich versuche, im Alltag als Vermittler zwischen verschiedenen Meinungen aufzutreten. Ich denke, der Welt ist schon viel geholfen, wenn alle versuchen, in unserer eigenen Mitte zu bleiben, nicht in Extreme zu fallen. Ich versuche das zumindest und hoffe, ich kann so eine Brücke zwischen Menschen sein.
Erkan: Aber das ist echt anstrengend, glaube ich. Was ich tue? Ich versuche, möglichst viele junge Menschen zu coachen und zu beraten, die in derselben Situation sind, wie ich damals war: Sie kommen aus einer anderen Kultur und wollen oder müssen hier in Deutschland etwas erreichen. Ich möchte, dass sie die Hürden, die ich nur mit viel Mühe nehmen konnte, leichter überspringen – damit sich meine Erfolgsgeschichte möglichst oft wiederholt. Das ist aus meiner Sicht gelungene Integration.