Thomas_Mann_Interview

Was magst Du an Berlin?

Ich bin hier geboren und aufgewachsen und möchte nie weg. Es ist die einzige Stadt, in der ich mir vorstellen kann zu leben. Wir Ur-Berliner haben das Luxusproblem, dass wir in einer großartigen Stadt aufwachsen und keinen Grund haben, woanders hinzugehen. Ich fühle mich hier sehr wohl.

Was wolltest Du als Kind werden?
Ich wollte schon immer was mit Computern machen – das war das Erste, wovon ich wirklich fasziniert war. Ich hab mir als Kind Computer aus Pappe gebaut, mit einem Bildschirm, wo man Papier durchziehen konnte – zum Scrollen. Man muss dazu sagen, dass zumindest die naturwissenschaftliche Ausbildung in der DDR sehr gut strukturiert war. In Berlin gab es damals viele Angebote für Jugendliche, so dass man früh programmieren lernen konnte. Mir hat der Vater eines Schulfreundes die Anfänge beigebracht – meine ersten Programme musste ich aber auf Karopapier schreiben.

Trotzdem hast Du Architektur studiert.
Ja, ich hatte damals die zugegebenermaßen etwas verrückte Idee, dass ein Informatikstudium keine große Herausforderung wäre. Mir war aber relativ schnell klar, dass ich nicht als Architekt arbeiten will, sondern dass Virtuelle Realität genau mein Ding ist. Aber was ich im Studium gelernt habe, hilft mir heute viel – zum Beispiel, wenn es um Usability geht.