Thomas_Mann_Interview

An welches Bildungserlebnis erinnerst Du Dich?

Lange her – aber es hat mich geprägt. Ich war als Kind nachmittags oft in einer Art Bildungseinrichtung und dort arbeiteten extrem gute Betreuer. Ich erzählte einem von ihnen, dass wir in der Schule gerade mit Vektorrechnung arbeiten – und der schaltete daraufhin einen der Computer an, erklärte Schritt für Schritt einen “sinnvollen Einsatz” für Vektorrechnung, indem er ein kleines Computerspiel programmierte und mir dann die Aufgabe gab, es nur schnell fertig zu schreiben. Ganz allgemein finde ich, man muss in der Schule viel mehr erklären, wofür dieses oder jenes Wissen gut ist, dann macht es auch Spaß, das gelernte aktiv einzusetzen.

Und was machst Du, wenn Du mal in Rente bist?
Na was wohl? Mir eine VR-Brille aufsetzen! Früher dachte ich mal, ich kauf' mir dann ein Segelschiff, aber da bin ich mir nicht mehr so sicher. Ein Haus in den Alpen wär auch schön, aber das ist vielleicht auch zu teuer. Aber mal ganz im Ernst: Ich bin überzeugt, dass virtuelle Realitäten gerade für alte Menschen das Richtige sein können. Wenn man zum Beispiel nur noch im Bett liegen kann, dann kann man dank VR immer noch Abenteuer erleben – anstatt an die Decke zu starren.