Yared_Dibaba_Interview

Was machst Du an einem überraschend freien Tag? 
Ich gehe was Gutes essen. Zum Italiener für eine gute Pizza oder Pasta. Oder zum Asiaten. Entspannung verbinde ich mit kulinarischem Genuss. Und mit langen Spaziergängen, die man auch Wanderungen nennen könnte. Dann geh ich gerne an der Elbe entlang – das ist beim Hinweg schon spannend und beim Rückweg nochmal, weil man da wieder eine ganz andere Perspektive auf das Ufer bekommt.

Was tust Du, um die Welt ein bisschen besser zu machen?
Ich versuche, mit meiner medialen Präsenz ein bisschen zu helfen. Zum Beispiel hab ich die Schirmherrschaft für ein Hospiz übernommen. Und ich mache bei jeder erdenklichen Gelegenheit auf das Schicksal des äthiopischen Volkes der Omoro aufmerksam, dem ich angehöre. Die Omoros leiden unter der äthiopischen Regierung: Ihnen wird Land weggenommen, sie werden getötet und misshandelt. In den Nachrichten stellt das meist noch nicht einmal eine Randnotiz dar. Viele versuchen zu fliehen und sterben im Mittelmeer. Ich setze mich dafür ein, dass die Fluchtursachen bekämpft werden, so dass die Menschen vor Ort wieder eine Zukunft haben.